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Keramik ist der Werkstoff der Zukunft in der Zahnheilkunde

Die hervorragende Biokompatibilität und die nahezu perfekten optischen Eigenschaften in Kombination mit der Langlebigkeit prädestinieren Keramik für die Zahnheilkunde. Der Trend geht eindeutig in Richtung Keramik. Selbst Werkstoffe, wie z.B. Gold, die eine lange Tradition in der Zahnheilkunde haben, verlieren deutlich Boden, da die Variabilität der Keramik einen Einsatz in nahezu jeder Situation zulässt.

In unserem Labor kommen ausschließlich hochwertige Keramiken zum Einsatz. Die Keramik wird ergänzt durch Titan, z.B. bei Implantaten bzw. Implantat-Abutments.

Keramik ist ein Überbegriff für eine Vielzahl von Werkstoffen. In unserem Labor verwenden wir Silikatkeramiken und Oxidkeramiken.

Silikatkeramiken

sind relativ weiche Keramiken mit hervorragenden optischen Eigenschaften. Feldspatkeramiken und Glaskeramiken gehören zu der Gruppe der Silikatkeramiken.

Feldspatkeramik

Feldspatkeramiken sind die weichsten Keramiken, die wir verwenden. Sie eigenen sich hervorragend für Verblendungen und für Inlays bzw. Teilkronen. Das Einsatzgebiet sind Versorgungen, bei denen keine hohe Kräfte auftreten und bei denen es auf ein exzellentes optisches Ergebnis ankommt.

Glaskeramiken

Glaskeramiken sind deutlich härter (ca. 2 – 3 fache Biegefestigkeit) als Feldspatkeramiken und weisen nur eine minimal geringere Tiefenwirkung und Brillianz in der Optik auf. Einsatzgebiet sind z.B. Teilkronen und Kronen mit hoher Beanspruchung.

Oxidkeramiken

sind relativ harte Keramiken, die eine geringere optische Tiefenwirkung und Brillianz als Silikatkeramiken aufweisen. Die gebräuchlichsten Varianten sind glasinfiltrierte und polykristalline Oxidkeramiken.

Glasinfiltrierte Oxidkeramik

Harte und zähe Keramik, mit guten optischen Eigenschaften durch die Glasinfiltration. Die Biegefestigkeit ist ca. 4 – 6 fach höher als bei Feldspatkeramik.

Der Einsatz erfolgt bei meist bei Gerüsten, die danach verblendet werden.

Polykristalline Oxidkeramik

Die härteste Keramik, die in der Zahnmedizin verwendet wird. Polykristalline Oxidkeramiken weisen eine ca. 8 – 20 fach höhere Biegefestigkeit als Feldspatkeramiken auf und eignen sich somit auch für extremste Beanspruchungen.

Durch eine spezielle Dotierung mit Aluminiumpartikeln ist es sogar möglich, bei diesen Keramiken selbstheilende Effekte zu erzeugen, d.h. sehr kleine Risse an der Oberfläche schliessen sich wieder.

Der Einsatz erfolgt bei Gerüsten. Eine Verblendung sollte aus optischen Gründen erfolgen.

Fragen:

Wieso benötigt man diese extrem harten Keramiken, ein Zahn ist doch auch nicht so hart?

Die Biegefestigkeit eines Zahnes entspricht grob der von Felspatkeramiken. Mann muss jedoch beachten, dass bei Keramiken nach unten streuen, d.h. bei Keramiken gibt es keine Normalverteilung, sondern eine nach unten abweichende Verteilung. Somit ist immer ein Sicherheitsfaktor einzukalkulieren. Wenn man am Limit arbeitet, wirkt sich dies nicht positiv auf die Haltbarkeit aus.

Bei Konstruktionen wie z.B. Brücken ist eine deutlich höhere Härte bzw. Biegefestigkeit notwendig, da die Wandstärken bzw. die Verbindungsglieder geringer sind als bei natürlichen Zähnen und hohe Kräfte auftreten können. Keramikbrücken lassen sich auch nicht reparieren, anders als dies bei Gold der Fall ist. Aus diesen Gründen ist der Einsatz von extrem harten Keramiken durchaus sinnvoll.